Kurzkonzept für das Mehrge­ne­ra­tio­nenhaus

Das FIZ - Feldberger lntegra­ti­ons­zentrum besteht seit 2011. Die integrative Kinder­ta­ges­stätte ,,Murkelei" wurde 2012 auf dem Amtswerder im sanierten Gebäude des ehemaligen Landschul­heimes in Betrieb genommen. Von seinerzeit 24 Kinder auf derzeit 85 Kinder angewachsen, werden diese von 06:15 Uhr bis 18:OO Uhr täglich betreut. Besondere Kinder, Kinder mit Beeinträch­tigung werden inklusiv betreut und machen ca. 10 % der zu Betreuenden aus. Wir betreuen Kinder von 0 bis 10 Jahren und daher ist eine Erweiterung der Räume unumgänglich. Daher werden wir ein weiteres Projekt umsetzen und dafür ist ein Neubau geplant. Glücklich sind wir über den Umstand, dass wir den Standort an der Prenzlauer Straße nun kaufen können.

Gebaut wird ein dreige­schossiges Haus mit einem entsprechend gestalteten Garten für Senioren und Kinder, zwei großen Terrassen - incl. einer großzügigen Spielfläche für die Kinder. Die Angebots­palette, die in diesem Haus möglich ist, hätten wir am Standort Amtsplatz nicht abbilden können. Der Standort Prenzlauer Straße ist für das Projekt Mehrge­ne­ra­tio­nenhaus in dem Umfang genau der richtige, denn sowohl unsere Schulkinder haben dann einen nicht mehr so weiten Weg in den Hort, als auch Senioren und alle anderen Bürgerinnen und Bürger, die die Angebote im Haus dann nutzen können. Die geschätzten Baukosten hierfür belaufen sich auf 2,5 Mio. €.

Strassenansicht

Ausgangslage:

Eine besondere Heraus­for­derung im Bereich Pflege stellt die Versorgung demenziell erkrankter Menschen im ambulanten Bereich dar. Das Risiko einer demenziellen Erkrankung
ist alters­ab­hängig: Während unter 2 Prozent der 65- bis 69-Jährigen hierzulande demenziell erkrankt sind, sind dies zwischen 75 und 79 schon 7,4 Prozent und bei den über 90-Jährigen über 41 Prozent. Da die Alters­gruppe der über 70-Jährigen in den nächsten 20 Jahren überdurch­schnittlich stark wächst, wird der Bedarf an Versor­gungs­leis­tungen für demenziell erkrankte Menschen in unseren Regionen steigen. Die ambulante und teilsta­tionäre Versorgung insgesamt wird auf Grund der Demographie verstärkt gebraucht werden.

Vorderansicht
Rückansicht

Unterge­schoss

Im Unterge­schoss wird die teilsta­tionäre Tagespflege etabliert, die 20 Tagesgästen Platz bietet, was ungefähr dann 30 - 35 Bürgerinnen und Bürgern mit anerkanntem Pflegegrad zu
Hause zu Gute kommen wird. Ein Fahrdienst holt die Gäste von zu Hause ab und bringt sie heim - die Versorgung über den ganzen Tag wird durch Fachpersonal im pflege­rischen und heilpäd­ago­gischen Bereich gesichert. Daneben schaffen wir die Möglichkeit für die ambulante Begegnungs­stätte - Senioren, die noch in ihrer Mobilität nicht eingeschränkt sind, können sich regelmäßig treffen. (Mittagstisch, Senioren­zirkel, -tanz usw.) Ein Raum in Art einer Cafeteria bietet hier Möglich­keiten und außerdem die der täglichen Versorgung mit Mittagessen. Der Sport- und Bewegungsraum im Oberge­schoss kann auch von den Senioren sowohl der Tagespflege als auch der Begegnungs­stätte genutzt werden. Großzügig gestaltete und lichtdurch­flutete Räume werden die Senioren dann erwarten. Die Tagespflege wird von 08:00 bis 17:00, evtl. 18:00 Uhr geöffnet sein. Täglich werden feste Angebots­zeiten den Senioren
Beschäf­ti­gungs­mög­lich­keiten bieten, daneben werden Therapien stattfinden, z. B. Logopädie, Ergotherapie und auch Physio­therapie. Ein Friseur wird über einen Koopera­ti­ons­vertrag 14tägig gebunden werden, ebenso feste Zeiten für Ärzte und Zahnärzte. Drei Mahlzeiten sind innerhalb des Aufent­haltes inkludiert. Die Verzahnung der beiden Stätten und das regelmäßige Sich-Begegnen der Senioren mit und ohne Einschränkung ist eines unserer inklusiven Betreu­ungs­ansätze. Der gestaltete Garten mit großer Terrasse bietet den Senioren die Möglich­keiten, das Wetter zu genießen bzw. sich an frischer Luft zu erholen. Der Garten sieht eine elipsen­artige Weggestaltung vor, drei Hochbeete, die mit den Kindern gemeinsam gärtnerisch gepflegt werden sollen. Auf der Terrasse können unsere Tagesgäste sich erholen.

Oberge­schoss

Ins Oberge­schoss ziehen die Kinder ein. Eine ganze Ebene wird dann den Schulkindern zuteil, die in zwei großen nebenein­an­der­lie­genden Räumen ihre Nachmit­tags­be­treuung erhalten und in den Ferien die Ferien­spiele drinnen und draußen gestalten können. Hier streben wir auch an, Kindern bis zur 6. Klasse dieses Angebot zu unterbreiten - gerade für
berufs­tätige Eltern ein sehr interes­santes Angebot (Selbst­zah­lerbasis). Unsere Schulkinder werden von Jahr zu Jahr immer mehr, wir können im derzeitigen Haus aber nur noch begrenzt Plätze sichern. Begegnungen mit den Senioren nachmittags werden gelebte Selbst­ver­ständ­lichkeit und das ist unser zweiter lnklusi­ons­ansatz - das Zusammenleben von jung und alt. Die Jugend­hil­fe­planung des Kreises sieht deutlich für die Region die Bedarfe in den kommenden Jahren; somit ist die Gemeinde Feldberger Seenland­schaft sicherlich im Ranking der Mecklen­bur­gischen Seenplatte im oberen Drittel anzusehen, was Zuzüge und Kinder­zah­len­ent­wicklung betrifft.

Die Vision

Die Vision ist alt und jung - gesund und beeinträchtigt zusammen zu führen. Täglich und mit gelebter Selbst­ver­ständ­lichkeit. So, wie vor einigen Jahrzehnten noch tradiert in unseren Breiten und leider verkümmert. In ländlichen Räumen sind gute Infrastrukturen wichtiger denn je. Zentra­li­sierung in Städten wird immer mehr praktiziert. Wir haben mit dem Projekt die Antwort für unsere Gemeinde - denn auch die Zuzüge zu uns sind an einer komplexen Infrastruktur interessiert und da kommen mit der teilsta­tionären Tagespflege und der ambulanten Begegnungs­stätte zwei neue, wichtige Bausteine in der Senioren­be­treuung für den Ort dazu, die bisher so nicht vorhanden waren. Die Koopera­tionen mit den ansässigen beiden Pflege­diensten und dem vollsta­tionären Wohnheim halten wir für unsere Arbeit für selbst­ver­ständlich und sind unser Ziel. Der Sport- und Bewegungsraum im OG bietet vielfältige Gestal­tungs­mög­lich­keiten. So können unsere Kinder, auch die Kinder­gar­ten­kinder regelmäßig Sportan­gebote dort umsetzen. Die Senioren ihr Mobili­täts­training. Eine bewegliche Bühne bietet den Kids hier für den Bereich Darstel­lendes Spiel vielfältige Möglich­keiten. Weiterhin besteht die Option, Sportkurse z. B. Zumba, Yoga u. ä. durchzu­führen. Ins Dachge­schoss wird die Verwaltung des FIZ einziehen und somit den Umstand, beengt im Kinderhaus unterge­bracht zu sein, beendet. Es wird daher im Kinderhaus auch eine neue Raumlösung geben können, die es uns ermöglicht, perspek­tivisch dort z. B. regelmäßige Babytreff­punkte für Mütter im Erziehungsjahr zu instal­lieren. Auch der Ausbau der ambulanten Frühför­derung ist mit dem Hinzukommen neuer Räume für uns optional angestrebt.